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Diagnose
Therapie
was kann ich tun?
was sollte ich vermeiden?


Autismus ist ...

... eine schwere Entwicklungsstörung, die sich spätestens bis zum dritten Lebensjahr zeigt.

... in seinem Ausprägungsgrad und der Zusammensetzung der Symptome von Kind zu Kind unterschiedlich.

... in Familien aller Völker und sozialen Schichten zu finden.

... bei Jungen drei bis viermal so häufig wie bei Mädchen. In Oberfranken leben ca. 1600 Menschen mit Autismus.

... bis jetzt noch nicht vollständig und schlüssig hinsichtlich der Entstehungsursachen erklärt. Man spricht von einem Multifaktorellen Erklärungsmodell.

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Erkennungsmerkmale für die Diagnose von Autismus

Kein kreatives Spielen Spielt nicht mit anderen Kindern Unangemessenes Lachen und Kichern
Fixierung auf spezielle Themen Verweigern von Veränderungen Einseitige Interaktion
Außergewöhnliche Begabungen in Teilbereichen Vermeiden von Körperkontakt Vermeiden von Blickkontakt
Drehen von Gegenständen Bizarre Bewegungen Zeigen von Wünschen durch Hinführen
Auffällige Sprache, Echolalie
Diagnosekriterien, die international als notwendig erachtet werden.
  • früher Beginn (innerhalb der ersten 3 Jahre)
  • große Auffälligkeiten in der Verarbeitung von Sinnesreizen (sensorische Verarbeitung)
  • Entwicklung von Stereotypien, Ritualen und / oder sich wiederholenden Verhaltensweisen
  • schwere Störung der Sprach- und Kommunikationsfähigkeit
  • schwere Störung des Sozialverhaltens

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Autismus kann behandelt werden!

  • Es gibt nicht die Therapie für autistische Kinder. Je nach Ausprägung und Intensität der Symptome müssen die pädagogischen und therapeutischen Ansätze verschieden sein. Wichtig hierbei ist, das Kind ganzheitlich zu sehen und zu fördern.

  • Das therapeutisch- pädagogische Handeln zielt besonders auf die Normalisierung von Wahrnehmungsstörungen, den Aufbau positiver menschlicher Beziehungen, die Entwicklung von Kommunikationsstrategien und den Abbau von Ängsten und Irritationen.

Von Eltern- und Fachverbänden als erfolgsversprechend angesehene Therapieformen

Zur Vervollständigung werden hier noch einige andere Therapieformen genannt:

  • Aufmerksamkeits-Interaktionstherapie
  • Reittherapie
  • Delphintherapie
  • Therapie nach Delacato
  • Festhaltetherapie
  • Auricula-Hör- und Sehtraining

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Was kann ich tun?

  • Stellen Sie sicher, das die Diagnose Autismus von einem Arzt erstellt oder verifiziert wurde, der genügend Erfahrung mit autistischen Menschen besitzt.

  • Sprechen Sie unbedingt mit mehreren anderen Eltern autistischer Kinder. Wir stellen gerne Kontakte her.

  • Die Entscheidung für eine Therapieform fällt weitgehend den Eltern zu. Bedenken Sie, dass es viele verschiedene Ansätze gibt. Informieren Sie sich und entscheiden dann, was für Ihr Kind geeignet scheint.

  • Informieren Sie sich aus guten Büchern, damit Ihnen niemand etwas vormachen kann. Die Beratungsschule in Bayreuth besitzt eine umfangreiche Bibliothek, aus der Bücher entliehen werden können.

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Was sollte ich vermeiden?

  • Hüten Sie sich vor Heilungsversprechen, vor Wunderheilern und vor Personen, die Ihnen versichern, dass ihre Art der Hilfe die einzige Hoffnung für Ihr Kind darstellt.

  • Achten Sie darauf, dass Therapeuten und andere Personen, die mit Ihrem Kind arbeiten, ihre Förderung nicht auf überholten Erkenntnissen aufbauen.

  • Lassen Sie sich keinesfalls erzählen, die Störung Ihres Kindes sei seelischer Natur oder gar Sie wären durch Ihr Verhalten schuld an diesem Zustand.






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